12 out of Thousands
12 Seelen. 12 Werke. Eine unvergängliche Botschaft.
Tauche ein in die Welt von Project.One. Unsere Galerie zeigt mehr als nur Porträts; sie zeigt Begegnungen auf Augenhöhe. Jedes Werk wurde mit unserer speziellen Tattoo-Technik auf hochwertiges Aluminium gebracht. Diese Materialwahl ist kein Zufall: Während die Natur um uns herum zerbrechlich ist, steht das Metall für die Beständigkeit unserer Verantwortung. Erlebe die Tiefe, die Details und die Kraft dieser 12 einzigartigen Wesen.

Status: Gefährdet (Schweiz)
Der Luchs
„Der Geist der Alpen“
Vielleicht ist der Luchs eines der geheimnisvollsten Tiere der Schweizer Wälder. Er lebt zurückgezogen, bewegt sich meist in der Dämmerung und kann große Reviere beanspruchen. Wer ihm begegnet, hat selten Gelegenheit, lange hinzusehen.
Dabei ist seine Geschichte eng mit der Geschichte des Menschen verbunden.Der Eurasische Luchs war in der Schweiz einst ausgerottet und wurde ab den1970er-Jahren wieder angesiedelt. Heute lebt er vor allem im Jura, in den Alpen und in der Nordostschweiz.
Doch zurückgekehrt bedeutet nicht gerettet.
Im Jahr 2024/25 lebte in der Schweiz rund 364 selbstständige Luchse. Davon lebten etwa 86 im Jura, 246 in den Alpen und 32 in der Nordostschweiz. Die Populationen sind klein und teilweise voneinander isoliert. Auch ein Problem ist die geringe genetische Vielfalt.
Der Luchs braucht große, zusammenhängende und miteinander verbundene Lebensräume. Sein Überleben entscheidet sich deshalb nicht nur im Wald. Es entscheidet sich auch in den Zwischenräumen, die unsere Landschaften verbinden.
Rote Liste Schweiz: Stark gefährdet, EN (Endangered)
Quellen: BAFU; KORA

Status: Potenziell gefährdet / Stark unter Druck (Alpenraum)
Der Schneehase
„Das weisse Leuchten im Grau“
Der Schneehase ist perfekt an die Welt oberhalb der Waldgrenze angepasst. Sein Fell wechselt mit den Jahreszeiten, seine kräftigen Hinterläufe ermöglichen ihm die Fortbewegung im Schnee. Sein Lebensraum liegt dort, wo die Winter lang und die Bedingungen hart sind, gerade diese Spezialisierung kann in einer sich verändernden Umwelt zum Problem werden.
In der Schweiz gilt der Schneehase derzeit als potenziell gefährdet. Eine verlässliche Gesamtzahl seiner Population gibt es nicht. Er lebt vor allem in alpinen Regionen – Lebensräume, die zunehmend durch klimatische Veränderungen und menschliche Freizeitnutzung beeinflusst werden.
Mit steigenden Temperaturen verkleinert sich die schneebdekte Fläche. Gleichzeitig können sich die Lebensräume von Schnee- und Feldhasen stärker überschneiden, wodurch Konkurrenz und mögliche Hybridisierung an Bedeutung zunehmen.
Ein Tier kann perfekt an seine Umwelt angepasst sein – und trotzdem verletzlich werden, wenn sich diese Umwelt zu schnell verändert.
Rote Liste Schweiz: Potenziell gefährdet, NT (Near Threatened)
Quelle: BAFU / Rote Liste der Säugetiere

Status: Selten / In Wiederansiedlung (Schweiz)
Der Bartgeier
„Der König der Lüfte – Zurück aus dem Nichts“
Mit einer Flügelspannweite von fast drei Metern gehört der Bartgeier zu den beeindruckendsten Vögeln. Und doch war er ausgerechnet hier verschwunden.
Der Bartgeier wurde im Alpenraum im 20. Jahrhundert ausgerottet. Seit den 1980er-Jahren kehrt er im Rahmen eines internationalen Wiederansiedlungsprojektes wieder in seinen Lebensraum zurück. Die Schweiz spielt dabei eine wichtige Rolle.
Heute ziehen wieder Bartgeier über die Schweizer Alpen. Die Stiftung Pro Bartgeier schätzt den Bestand der Alpen auf rund 350 Tiere. Doch der Erfolg der Wiederansiedlung ist noch keine endgültige Sicherheit.
Seine Rückkehr macht Hoffnung.
Sie zeigt, dass Aussterben nicht immer das letzte Kapitel sein muss.
Aber sie zeigt auch, wie viel Geduld, Engagement und Schutz notwendig sind, um ein verlorenes Tier zurückzubringen.
Der Bartgeier pflanzt sich langsam fort. Ein Brutpaar bringt unter natürlichen Bedingungen höchstens ein Jungtier pro Jahr hervor.
Rote Liste Schweiz: Kritisch gefährdet, CR (Critically Endangered)
Besonderheit: maximal ein Jungtier pro Brutpaar und Jahr
Quelle: Stiftung Pro Bartgeier, Vogelwarte.ch
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Status: Geschützt / Stark diskutiert (Schweiz)
Der Wolf
„Der Grenzgänger – Zwischen Mythos und Realität“
Kaum ein Tier hat in der Schweiz eine so bewegte Geschichte wie der Wolf. Einst ausgerottet, kehrte er Mitte der 1990er-Jahre auf eigenen Pfoten zurück. 2012 entstand am Calanda in Graubünden das erste Rudel.
Seither hat sich der Wolf in der Schweiz zunehmend ausgebreitet. Nach Abschluss des Monitoringjahres 2025/26 wurden 43 Rudel bestätigt, davon 32, die vollständig auf Schweizer Gebiet leben. Das BAFU geht Anfang 2026 von rund 350 Wölfen in der Schweiz aus.
Seine Rückkehr ist ein Erfolg des Artenschutzes – gleichzeitig ist sie eine der kontroversesten Fragen des Schweizer Naturschutzes. Konflikte mit der Nutztierhaltung führen zu intensiven Diskussionen über Herdenschutz, Regulierung und den Platz des Wolfes in unserer Kulturlandschaft.
Der Wolf stellt uns deshalb nicht nur vor die Frage, wie viele Wölfe in der Schweiz leben können, sondern wie viel Wildnis wollen wir in unserem eigenen Lebensraum zulassen wollen?
Rote Liste Schweiz: Gefährdet, VU (Vulnerable)
Quellen: BAFU; KORA

Status: Gefährdet (Schweiz)
Der Feuersalamder
„Wächter des Waldbodens – Ein leises Verschwinden“
Schwarz glänzende Haut und leuchtend gelbe Zeichnungen machen den Feuersalamander unverwechselbar. Doch sein auffälliges Aussehen täuscht darüber hinweg, wie wenig wir tatsächlich über seine Bestände wissen. Eine genaue schweizweite Bestandszahl gibt es derzeit nicht. Gerade deshalb führt info fauna ein eigenes Monitoring durch.
In der Schweiz gilt der Feuersalamander als gefährdet. Besonders wichtig sind feuchte Laubwälder und kleine, saubere Waldbäche, in denen die Larvenaufwachsen.
Genau diese Lebensräume sind empfindlich. Straßen können Populationen voneinander trennen, bauliche Eingriffe können Lebensräume zerstören und die Entnahme von Wasser aus Bächen kann wichtige Fortpflanzungsgewässer beeinträchtigen.
Hinzu kommt eine Bedrohung, die in anderen europäischen Ländern bereits ganze Populationen zusammenbrechen ließ: die Salamanderpest.
Rote Liste Schweiz: Gefährdet, VU –(Vulnerable)
Quelle: info fauna / karch; BAFU

Status: In Einwanderung / Streng geschützt (Schweiz)
Der Bär
„Der alte König – Die Rückkehr der Legende“
Ein Bär in der Schweiz ist heute noch immer eine Ausnahme.
Dabei war der Braunbär einst Teil der europäischen Tierwelt.
Im 19. Jahrhundert verschwanden die großen Beutegreifer aus der Schweiz, durch Verfolgung, den Verlust von Lebensräumen und den Rückgang ihrer natürlichen Nahrungsgrundlage.
Seit 2005 kehren einzelne Bären wieder zurück. Sie wandern aus dem
Trentino über Graubünden in die Schweiz. Eine eigene Schweizer Bärenpopulation gibt es jedoch bis heute nicht. Die bisher nachgewiesenen Tiere waren ausschließlich männlich und kehrten nach unterschiedlich langen Aufenthalten wieder in ihre Herkunftsregion zurück.
KORA weist darauf hin, dass in der Schweiz geeignete Lebensräume vorhanden wären. Entscheidend für eine dauerhafte Rückkehr ist deshalb nicht allein die Landschaft – sondern vor allem die gesellschaftliche Akzeptanz.
Der Bär ist damit mehr als ein seltenes Tier auf Schweizer Boden.
Er ist ein Symbol dafür, wie schwierig es sein kann, der Natur verlorenen Raum zurückzugeben.
Rote Liste Schweiz: In der Schweiz ausgestorben, RE (Regionally Extinct)
Quellen: BAFU; KORA

Status: In natürlicher Wiederansiedlung (Schweiz)
Der Fischotter
„Der verspielte Rückkehrer – Ein Leben im Fluss“
Fast zwei Jahrzehnte lang war der Fischotter aus der Schweiz verschwunden.
Der letzte Nachweis eines wildlebenden Tieres stammte aus dem Jahr 1989. Dann begann die Rückkehr.
Seit 2009 werden wieder regelmäßig Fischotter in der Schweiz nachgewiesen. Tiere wandern aus Frankreich und Österreich ein; besonders wichtig ist dabei die Vernetzung entlang der Gewässer. Im Osten der Schweiz breitet sich die Art weiter aus. 2025 gelang sogar der erste Nachweis von Nachwuchs in der Surselva.
Doch die Rückkehr ist noch keine sichere Erfolgsgeschichte.
Der Fischotter ist in der Schweizer Roten Liste als vom Aussterben bedroht eingestuft. Verkehrswege, Barrieren und der Qualität seiner Gewässer und Uferbereiche bleiben entscheidende Faktoren für seine Zukunft.
Der Fischotter zeigt, dass Natur zurückkehren kann, wenn wir ihr Raum geben, aber Rückkehr ist erst dann ein Erfolg, wenn aus einzelnen Tieren wieder eine stabile Population wird.
Rote Liste Schweiz: Vom Aussterben bedroht, CR (Critically Endangered)
Situation: Wiederbesiedlung seit 2009; Nachwuchs 2025 in der Surselva
nachgewiesen
Quelle: BAFU / info fauna; Stiftung Pro Lutra, WWF

Status: stark gefährdeT (Schweiz) ((Schweiz)(Schweiz)
Die Mooshummel
„Die kleine Bestäuberin“
Die Mooshummel ist eine hoch spezialisierte Hummelart, die in der Schweiz heute nur noch an wenigen, voneinander isolierten Orten vorkommt. Besonders abhängig ist sie von ausgedehnten Feuchtwiesen im Tiefland.
Genau diese Lebensräume sind selten geworden.
Die aktuelle Rote Liste der Bienen der Schweiz führt die Mooshummel als kritisch gefährdet. Die Art kommt nur noch in geringen Dichten vor und ist stark von der richtigen Pflege ihrer Lebensräume abhängig.
Das macht sie zu einer besonders eindrucksvollen Botschafterin für ReMember, denn ihr Verschwinden würde nicht mit einem großen Ereignis beginnen. Es würde leise geschehen – Blüte für Blüte, Wiese für Wiese, Standort für Standort.
Eine verlässliche Anzahl einzelner Mooshummeln für die Schweiz lässt sich nicht angeben. Was die Forschung jedoch weiß, ist beunruhigend: Ihre Vorkommen sind klein und voneinander isoliert.
Wenn eine Hummel verschwindet, verlieren wir nicht nur ein Insekt. Wir verlieren ein Stück der Vielfalt, die unsere Landschaft lebendig macht.
Rote Liste Schweiz: Stark gefährdet, EN (Endangered)
Bestand: sehr kleine, isolierte Bestände
Lebensraum: insbesondere ausgedehnte Feuchtwiesen im Tiefland
Quelle: BAFU / info fauna, Rote Liste der Bienen 2024

Status:Kritisch gefährdet (Schweiz)
Die Langohrfledermaus
„Die lautlose Schönheit der Nacht“
Langohrfledermäuse sind außergewöhnliche Nachtjäger. Ihre riesigen Ohren helfen ihnen, Beute und Umgebung wahrzunehmen. Sie jagen in strukturreichen Landschaften, an Waldrändern, in Gärten und über Wiesen und verbringen den Tag oft in Gebäuden oder anderen geschützten Quartieren.
Doch genau diese Verbindung zwischen Natur und menschlicher Umgebung macht sie verletzlich.
Dachsanierungen, der Verlust geeigneter Quartiere und zunehmende
Beleuchtung können ihre Lebensräume beeinträchtigen. Für Fledermäuse ist Dunkelheit ihr Lebensraum.
In der Schweiz stehen mehrere Langohrarten auf der Roten Liste. Das Braune Langohr gilt als verletzlich, das Graue Langohr sogar als kritisch gefährdet. Eine verlässliche schweizweite Zahl einzelner Populationen liegt nicht vor.
Rote Liste Schweiz: Graues Langohr, kritisch gefährdet, CR (Critically Endangered)
Quelle: Stiftung Fledermausschutz / info fauna

Status: stark gefährdeT (Schweiz) ((Schweiz)(Schweiz)
Das Bachneunauge
„Das geheimnisvolle Leben unter Wasser“
Es sieht aus wie ein kleiner Fisch – ist aber keiner.
Das Bachneunauge gehört zu den Rundmäulern und besitzt einen ungewöhnlichen Lebenszyklus. Einen großen Teil seines Lebens verbringt es als Larve verborgen im Sediment des Gewässerbodens. Erst später entwickelt es sich zum erwachsenen Tier.
In der Schweiz ist es stark gefährdet.
Die aktuelle Rote Liste der Fische und Rundmäuler führt das Bachneunauge in der Kategorie EN. Besonders problematisch ist seine Abhängigkeit von intakten Fließgewässern mit unterschiedlichen Strömungsbereichen und geeigneten Sedimenten.
Gewässerkorrekturen, Verbauungen und andere Veränderungen können genau jene Strukturen zerstören, die das Bachneunauge für seinen Lebenszyklus benötigt.
Eine verlässliche schweizweite Populationszahl lässt sich aufgrund seiner verborgenen Lebensweise nicht angeben.
Rote Liste Schweiz: Stark gefährdet, EN (Endangered)
Quelle: Rote Liste der Fische und Rundmäuler, BAFU / info fauna, WWF

Status:Stark gefährdet (Schweiz)
Der Steinkrebs
„Der Verborgene unter der Wasseroberfläche“
Man muss genau hinsehen, um ihn zu entdecken. Der Steinkrebs lebt versteckt unter Steinen, in Hohlräumen und am Grund sauberer Bäche. Gerade seine Unauffälligkeit macht ihn zu einem besonderen Botschafter für den Zustand unserer Gewässer.
In der Schweiz gilt der Steinkrebs als stark gefährdet.
Er braucht kühles, sauberes Wasser und geeignete Strukturen am Gewässergrund und Ufer. Doch seine Lebensräume werden durch Gewässerverbauungen, Wasserentnahmen und andere Eingriffe verändert.
Eine besonders große Gefahr kommt von außen: Eingeschleppte amerikanische Flusskrebsarten können die Krebspest übertragen – eine Krankheit, die für die einheimischen Krebsarten tödlich sein kann.
Der Steinkrebs steht damit stellvertretend für eine Welt, die wir oft erst bemerken, wenn sie verschwunden ist.
Wo der Steinkrebs noch lebt, lebt ein Stück ursprünglicher Gewässerökologie.
Gefährdungsstatus Schweiz: Kategorie 2 – stark gefährdet
Quelle: info fauna; BAFU – Aktionsplan Flusskrebse Schweiz
Rote Liste Schweiz: Graues Langohr, kritisch gefährdet, CR (Critically Endangered)
Quelle: Stiftung Fledermausschutz / info fauna

Status: Vom Aussterben bedroht (Mitteleuropa / Grenzregionen)
Der Feldhamster
„Ein bunter Kämpfer auf verlorenem Posten“
Der Feldhamster gräbt weit verzweigte Baue, legt Nahrungsvorräte an und verbringt einen großen Teil seines Lebens unter der Erde. Einst war er ein charakteristischer Bewohner unserer Ackerlandschaften.
Doch heute kennen viele Menschen den Hamster eher aus der
Zoohandlung als aus der freien Natur.
Und genau darin liegt eine besondere Tragik: Wir vergessen leicht, dass Tiere, die uns als Haustiere oder aus Tierhandlungen vertraut sind, eigentlich Teil unserer natürlichen Landschaften sind. Sie gehören nicht nur in Käfige, Terrarien oder Gehege – sie gehören in die Welt, aus der sie stammen.
Der Feldhamster steht deshalb stellvertretend für all jene Tiere, deren natürliche Heimat aus unserem Bewusstsein verschwindet, während wir ihre Namen und ihr Aussehen weiterhin kennen.
Seine Geschichte ist auch eine Erinnerung daran, dass Arten nicht erst dann bedroht sind, wenn wir sie überhaupt nicht mehr kennen.
Vielleicht ist genau das die Aufgabe von ReMember:
Uns daran zu erinnern, dass jedes Tier eine Heimat hat, die Natur.
Rote Liste seit Juli 2020: Internationaler Status durch die Weltnaturschutzunion (International Union for Conservation of Nature)
vom Aussterben bedroht, CR (Critically Endangered)

„Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandelt.“
Mahatma Gandhi